Oberstleutnant i. G. Klaus Wolf: Gallipoli 1915
„Die deutsch-türkische Waffenbrüderschaft – Wahrheit oder Legende?“

Anlass des Vortrags ist die Präsentation des gerade im Report-Verlag, Bonn, erschienenen Buches von Klaus Wolf: „Gallipoli 1915 – Das deutsch-türkische Militärbündnis im Ersten Weltkrieg“, 288 Seiten, 13 farbige ausklappbare Karten, 112 schwarzweiße und 24 farbige Abbildungen, € 32.00 (ISBN 978-3-932385-29-2)               

                                              

Zum Thema: Noch heute lebt in der Türkei die Erinnerung an einige deutsche Offiziere wie Helmuth von Moltke und Colmar von der Goltz, die in den letzten beiden Jahrhunderten die Armee des Osmanischen Reiches unterwiesen haben. Wie war es jedoch um die legendäre und viel gerühmte „Waffenbrüderschaft“ im Ersten Weltkrieg bestellt, als das militärische „Entwicklungsland“ Türkei zum strategischen Bündnispartner der Mittelmächte wurde und andere deutsche Offiziere wie der General Liman von Sanders, nun nicht mehr als Instrukteure, sondern als Kommandeure die deutsch-türkische militärische Zusammenarbeit prägten? Wie wirkte sich der deutsche Einfluss auf die türkische Politik und die militärische Führung sowie auch auf das Deutschlandbild der türkischen Bevölkerung aus? Was ist davon heute noch relevant? Diesen Fragen wird im Rahmen der damaligen politischen sowie geo- und militärstrategischen Interessenlagen anhand von Beispielen im Zuge der Schlacht von Gallipoli 1915 nachgegangen.

 

Der Referent und Autor Klaus Wolf,  Dipl.-Päd., Oberstleutnant i.G., geboren 1959 in Bremerhaven, beendete 1995 den Generalstabslehrgang an der Führungsakademie in Hamburg. Er begann während einer vierjährigen Verwendung in einem NATO-Stab in Istanbul sich intensiv mit der Geschichte der deutsch-türkischen militärischen Zusammenarbeit zu befassen. Im engen Austausch mit internationalen Offizieren und Historikern, durch lokale Erkundungen in Gallipoli und Istanbul und nach intensiven Literatur- und Archivstudien entstand sein Buch, aus dem er die wichtigsten Erkenntnisse seiner Forschungen vortragen wird.