Zwei langjährige Mitglieder des Auswärtigen Dienstes
unternahmen in den fünfziger Jahren als junge Männer Reisen in der Türkei. Sie
entdeckten ein Land im demokratischen Aufbruch, doch mit Widersprüchen und
Gegensätzen, die bis heute Probleme bereiten, aber auch ein Land mit wunderbaren
Landschaften und gastfreundlichen Menschen
Dr. Ekkehard Eickhoff,
geboren 1927 in Berlin, bereiste die Türkei im Jahre 1951 noch als Student,
ausgerüstet mit einem bescheidenen Stipendium. Damals konnte er nicht ahnen,
dass er, der 1953 in den Auswärtigen Dienst eintrat, in späteren Jahren zweimal
Posten an der Deutschen Botschaft in Ankara wahrnehmen werde: Von 1966 bis 1971
als Kulturattaché und von 1988 bis 1992 als Botschafter. Außerdem diente er als
Botschafter in Südafrika und Irland. Von 1986 bis 1989 leitete er die Delegation
der Bundesrepublik Deutschland auf dem KSZE-Folgetreffen in Wien. Dr. Eickhoff,
der sich 1973 an der Universität Stuttgart für Mittelalterliche und Neuere
Geschichte habilitierte, verfasste zahlreiche Bücher, u. a.: "Friedrich
Barbarossa im Orient. Kreuzzug und Tod Friedrichs I..", Tübingen 1972²; "Venedig
Wien und die Osmanen. Umbruch in Südosteuropa 1645 – 1700", Stuttgart 2008;
"Venedig – Spätes Feuerwerk, Glanz und Untergang der Republik 1700 – 1797",
Stuttgart 2009³. Dr. Eickhoff gehörte viele Jahre dem Vorstand der
Deutsch-Türkischen Gesellschaft Bonn an und wurde im vergangenen Jahr zum
Ehrenmitglied ernannt.
Reinhard Schlagintweit,
geboren 1928 in München,trat nach abgeschlossenem Jurastudium 1952 in den
Auswärtigen Dienst ein. Sein erster Auslandsposten wurde 1955 die Türkei. Als
jüngster Legationsrat an der Deutschen Botschaft in Ankara begleitete er 1957
den damaligen Botschafter auf einer ausgedehnten Fahrt durch Ostanatolien. Er
wird Eindrücke von dieser und anderen Reisen durch die Türkei vermitteln. Seine
diplomatische Laufbahn führte Schlagintweit später an die Botschaften in Kabul
und Bangkok. 1976 wurde er Botschafter in Saudi-Arabien. Im Auswärtigen Amt in
Bonn befasste er sich in leitender Funktion mit den Golfstaaten, Nordafrika und
dem Nahen und Mittleren Osten. Von 1987 bis zu seinem Ruhestand 1993 leitete er
die Politische Abteilung Asien, Afrika, Lateinamerika. Von 1993 bis 1998 war er
Geschäftsführender Stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für
Auswärtige Politik. Von 1993 bis 2005 hatte er den Vorsitzend des Deutschen
Unicef-Komitees inne. Seit 1999 ist Reinhard Schlagintweit Präsident der
Deutsch-Iranischen Gesellschaft Bonn.