Jun 08 2017

Die DTG gratuliert Dr. Eickhoff zum 90. Geburtstag

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Bild Eickhoff 90. Geburtstag

Der DTG-Vorstand gratuliert Dr. Eickhoff zum 90. Geburtstag:
E. Yıldız, Dr. E. Eickhoff und Ehefrau Heidi, R. Kuper, B. Güngör (v.l.n.r.)

Dr. Ekkehard Eickhoff zum 90. Geburtstag

Die Deutsch-Türkische Gesellschaft e.V., Bonn, (DTG) gratuliert ihrem langjährigen Vorstands- und Ehrenmitglied, Botschafter a.D. Dr. Ekkehard Eickhoff, zu seinem 90. Geburtstag am 8. Juni und dankt ihm für sein unermüdliches Engagement. Die DTG wünscht Dr. Eickhoff Gesundheit und Wohlergehen für die kommenden Jahre, während derer er uns noch lange seine Verbundenheit bekunden möge.

 

Dr. Eickhoff blickt auf ein bewegtes und erfolgreiches Leben als Diplomat, Historiker und Autor bedeutender historischer Werke zurück. Seine 1953 begonnene Karriere im Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland führte ihn auf Auslandsposten in Kairo, Bern und Ankara und gipfelte in der Berufung zum Botschafter in Südafrika, Irland und – von 1988 bis 1992 – in der Türkei, wo er Jahre zuvor bereits als Kulturattaché tätig gewesen war. Aus jener Zeit rührt sein bis heute waches Interesse an der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes wie auch an dessen Geschichte und Kultur.

Weithin gewürdigt wurden auch Eickhoffs diplomatische Fähigkeiten als Leiter der bundesdeutschen Delegationen bei der KSZE, u.a. auf den Expertentreffen für Menschenrechte 1984 in Ottawa, für Menschliche Kontakte 1986 in Bern und auf der KSZE-Folgekonferenz 1986-1988 in Wien.

 

Neben seinem Hauptberuf als Diplomat widmete sich Ekkehard Eickhoff intensiv seinen historischen Interessen. 1973 hatte er sich an der Universität Stuttgart für mittelalterliche und neuere Geschichte habilitiert. Einige Jahre war er dort auch als Dozent tätig. Als Autor historischer Darstellungen behandelte er vorwiegend Themen der deutschen Geschichte in Verbindung mit der Geschichte Italiens sowie des byzantinischen und osmanischen Südosteuropas.

 

Aus seinen zahlreichen Publikationen ragt das Standardwerk „Venedig, Wien und die Osmanen – Umbruch in Südosteuropa, 1645-1700“ heraus, eine umfassende Darstellung der europäischen Türkenkriege im 17. und 18. Jahrhundert, im Verlag Klett-Cotta, Stuttgart, 2009 in 5. Neuauflage erschienen. Wie dieses Buch so beruhen auch seine anderen Veröffentlichungen auf gründlichem Quellenstudium und bestechen in gleicher Weise durch ihre sorgfältige Sprache und klare Diktion. Es erschienen:

– „Macht und Sendung – Byzantinische Weltpolitik“, Stuttgart 1981;
– „Seekrieg und Seepolitik zwischen Islam und Abendland – Das Mittelmeer unter byzantinischer und arabischer Hegemonie“, Berlin 1966;
– „Friedrich Barbarossa im Orient. Kreuzzug und Tod Friedrichs I“, Tübingen 1977;
– „Kaiser Otto III. – die erste Jahrtausendwende und die Entfaltung Europas“, Stuttgart 1999;
– „Theophanu und der König – Otto III. und seine Welt“, Stuttgart 1966;
– und als brillantes Alterswerk „Venedig – spätes Feuerwerk: Glanz und Untergang der Republik, 1700-1797“, Stuttgart 2008, (5. Auflage).

 

Außer mit dem Großen Bundesverdienstkreuz wurde Ekkehard Eickhoff durch hohe österreichische, italienische und spanische Auszeichnungen geehrt.

 

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Jun 01 2017

„Haymatloz“ – Der Rückblick

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Ein Film über einen besonderen Aspekt des deutsch-türkischen Erbes

Direkt nach der Machtergreifung durch die Nazis verloren rund ein Drittel der Professoren ihre Stellungen an deutschen Universitäten. Zahlreiche Intellektuelle, Juden und Regimekritiker flüchteten in das unbekannte Exilland Türkei. Staatsgründer Kemal Atatürk hatte die Deutschen eingeladen, an seiner ambitionierten Universitätsreform mitzuwirken.

Die Filmemacherin Eren Önsöz begleitet die letzten Nachkommen dieser Professoren an Schauplätze in der Schweiz, Deutschland und in der Türkei. Mithilfe von fünf Protagonisten, die in der Türkei geboren und aufgewachsen sind, untersucht sie dieses vergessene Kapitel deutsch-türkischer Geschichte, dessen Bedeutung bis in unsere Gegenwart reicht.

 

Etwa 100 Gäste nahmen an der Filmvorführung „Haymatloz“ der Deutsch Türkischen Gesellschaft am 29. Mai 2017 teil. Die stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Dr. Meltem Göben, führte ein Gespräch mit der Filmregisseurin Eren Önsöz, das zum Highlight des Abends wurde. Themen wie Entwicklung und Reformbewegungen in der Türkei während des Dritten Reichs, Bedeutung von Heimat, Exil, deutsch-türkische Wissenschaftsbeziehungen wurden offen und lebhaft diskutiert.
Bild Filmabend Haymatloz Podium Eren Önsöz

Dr. Meltem Göben im Gespräch mit der Regisseurin Eren Önsöz (rechts)

Durch Beiträge von Prof. Dr. Flagge über die Architekten und Rosemarie Kuper zu den Romanisten und Philologen, die – wie die Protagonisten des Films – in der Türkei eine zweite Heimat gefunden hatten, wurde dieses Kapitel weiter vertieft. Eine Brücke zu den heutigen deutsch-türkischen Hochschulbeziehungen schlug Frau Gloria Petrini aus der Universität zu Köln durch ihren Beitrag als „Best Practice“ zum Thema Hochschulkooperation im Bereich der Rechtswissenschaften mit der Istanbul Bilgi bzw. Kemerburgaz Universität.

 

Die DTG Bonn freut sich sehr über das große Interesse an diesem bemerkenswerten Filmabend! Wir bedanken uns für alle Beiträge und Beteiligungen und insbesondere bei der Deutschen Welle für die großartige Organisation.

Für alle, die den Filmabend verpasst haben, noch zwei Hinweise: Der Film von Eren Önsöz ist 2016 auf DVD erschienen und kann im Handel erworben werden.
Und Frau Prof. Flagge hat im Nachgang zur Veranstaltung einen interessanten Online-Artikel über „Haymatloz“ verfasst, der hier nachgelesen werden kann.

Bild DTG-Filmabend Hamyatloz Eren Önsöz mit dem DTG-Vorstand

Frau Eren Önsöz mit Vorstandsmitgliedern der DTG Bonn

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Mai 17 2017

Filmvorführung „Haymatloz“ am 29.05.2017

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Die DTG lädt ein: Filmvorführung „Haymatloz“

Die DTG Bonn lädt ihre Mitglieder, Freundinnen und Freunde und alle Interessierten herzlich zu einem interessanten Filmabend ein:

„HAYMATLOZ“
Dokumentarfilm

anschließend Diskussions- und Gesprächsrunde mit der Regisseurin Frau Eren Önsöz

 

Die Veranstaltung findet statt am Montag, 29. Mai 2017 um 18 Uhr im „Gremiensaal“ der Deutschen Welle, Kurt-Schumacher-Str. 3, 53113 Bonn.

– Eintritt frei –

 

Mit ihrem Dokumentarfilm „Haymatloz“ überträgt Eren Önsöz das Kapitel der zwischen 1933 und 1945 in die Türkei emigrierten, von Kemal Atatürk zum Aufbau der türkischen Universität eingeladenen deutschen Hochschulprofessoren meist jüdischer Herkunft, in ein populäres Medium. Eine deutsch-türkische Migrationsgeschichte, die bisher kaum bekannt ist.

Unliebsame Universitätsprofessoren, die nach Hitlers Machtergreifung von ihren Lehrstühlen entfernt werden, finden ein neues Zuhause in einem fremden Land. Philipp Schwarz – Pathologe, Ernst Reuter – Politiker und Kommunalwissenschaftler, Otto Gerngroß – Chemiker, Alfred Heilbronn – Botaniker und Ernst E. Hirsch – Jurist und Rechtssoziologe, diese fünf Persönlichkeiten stellt der Film vor. Dabei geht es nicht um Nostalgie, sondern darum zu beobachten, in welcher Weise an diesem bisher leider nur wenigen Menschen bekannten Kapitel im Buch der vielzitierten deutsch-türkischen Freundschaft weitergeschrieben, wie es in der heutigen Medienlandschaft dargestellt und in der modernen Wissenschaftsgeschichte bewertet wird.

Im Anschluss zum Film haben Sie, liebe Gäste, die Möglichkeit, im Rahmen einer Gesprächs- und Diskussionsrunde Ihre Fragen direkt an die anwesende Regisseurin zu richten.
Veranstaltungsende ist gegen 21 Uhr.

 

Wichtiger Hinweis: Der Eintritt ist frei, jedoch bitten wir um Ihre vorherige Anmeldung bis spätestens Donnerstag, 25.05.2017 unter der E-Mail-Adresse:

anmeldung@dtgbonn.de

Bitte beachten Sie auch folgende organisatorische Hinweise:
– Da die Diskussion pünktlich um 18 Uhr beginnt, sind wir für ein frühzeitiges Eintreffen bis ca. 17:50 Uhr sehr dankbar.
– Tipp für Autofahrer: Zusätzliche Besucherparkplätze stehen in der Tiefgarage der Deutschen Welle, Einfahrt Charles-de-Gaulle-Straße zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen und wünschen einen interessanten Abend!

 

Mit den besten Grüßen,

der Vorstand der DTG

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Mai 10 2017

DTG Bonn beim Europatag 2017

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Bild Europatag Bonn 2017

Vorstandsmitglieder der DTG mit Oberbürgermeister Ashok Sridharan

 

Am 06. Mai 2017 hatte das Alte Rathaus in Bonn wieder seine Türen aus Anlass des Bonner Europatages geöffnet. In guter Tradition konnten sich die Bürgerinnen und Bürger in Bonns „guter Stube“ über die Arbeit der zahlreichen europäischen und europapolitisch aktiven Organisationen, Vereine und Initiativen informieren.

 

Franz-Josef Lersch-Mense, Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, hatte den diesjährigen Europatag unter das Motto „Die Europäische Union im Wandel der Zeit“ gestellt, um die Diskussion über die Zukunft der EU und die aktuellen Herausforderungen in Gang zu setzen und zu fördern.

Der Andrang war angesichts der Aktualität der Themen sehr groß und von 11:00 – 16:00 Uhr nutzten zahlreiche Interessierte auch die Gelegenheit, sich am Stand der DTG Bonn über unsere Arbeit zu informieren. Die konfliktreichen Entwicklungen in den deutsch-türkischen Beziehungen gehen auch an den Bonner Bürgerinnen und Bürgern nicht spurlos vorbei. So gab es auch für unsere am Stand aktiven Vereinsmitglieder einige Gespräche, in denen auch kontrovers Meinungen ausgetauscht wurden.

 

Im Laufe des Tages stattete auch der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan unserem Stand einen Besuch ab und informierte sich über unsere langjährige Vereinsarbeit.
Wir waren mit dem Publikumsinteresse sehr zufrieden. Nicht zuletzt die freundlicherweise vom türkischen Restaurant „Bühne“ (vormals „Opera“) zur Verfügung gestellten herausragenden „Sigara Böreği“ (gefüllte Teigröllchen) und die frischen Sesamkringel fanden reichlich Zuspruch.

 

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Mai 05 2017

Gesprächsrunde zum Thema „Exil am Bosporus“

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Gesprächsrunde zum Thema „Exil am Bosporus 1933-45. Erinnerung an ausgewählte Persönlichkeiten“
Wann: Donnerstag, 11. Mai 2017 um 19.00 Uhr

Wo: Haus an der Redoute
Kurfürstenallee 1a
53177 Bonn

– Eintritt frei –

 

Mit ihrem Film „Haymatloz“ (2016) hat Frau Eren Önsöz das Kapitel der zwischen 1933 und 1945 in die Türkei emigrierten, von Atatürk zum Aufbau der türkischen Universität eingeladenen Deutschen meist jüdischer Herkunft, in ein populäres Medium übertragen, nachdem sie in ihrem Dokumentarfilm „Import-Export“ aus dem Jahr 2006 bereits die Biografien von Edzard Reuter und Cornelius Bischoff dargestellt hatte.

An diesem Abend stellen Dietrich Schlegel und Rosemarie Kuper von der DTG Bonn weitere Personen aus diesem Kreis in kurzen Features vor.
Dietrich Schlegel stützt sich dabei auf die schon 1973 erschienene Dokumentation von Horst Widmann: Exil und Bildungshilfe. Die deutschsprachige Emigration in die Türkei nach 1933, und referiert über seine Erfahrungen.
Rosemarie Kuper erinnert an einige wenige Orientalisten, Philologen und Übersetzer an der Universität Istanbul, die teilweise in dem Gebäude, ja in den Räumen gelehrt haben, in denen sie selbst fünfzig Jahre später als DAAD-Lektorin unterrichtete.

 

Die Gesprächsrunde soll nicht nur ein Schlaglicht auf dieses bisher leider nur wenigen Menschen bekannte Kapitel im Buch der vielzitierten deutsch-türkischen Freundschaft werfen. Sondern sie dient auch als Anregung für ein Konzept zielführender Fragen an die eingangs erwähnte Regisseurin Eren Önsöz und das mit ihr diskutierende Panel.

Denn am 29. Mai 2017 um 18.00 Uhr findet im Gremiensaal der Deutschen Welle die Vorführung des Films „Haymatloz“ mit einer anschließenden Podiumsdiskussion mit der Regisseurin statt.
Bitte notieren Sie sich vorerst das Datum. Weitere Informationen werden Sie in Kürze erhalten.

 

Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen zur Gesprächsrunde.
Die Veranstaltung ist kostenfrei.

 

Im Namen des Vorstandes

Baha Güngör

 

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Apr 08 2017

Der Vorstand besucht den türkischen Generalkonsul

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Bild Besuch beim Generalkonsul

Der geschäftsführende Vorstand der DTG besucht den Generalkonsul in Köln: Baha Güngör, Dr. Meltem Göben, Generalkonsul Hüseyin Emre Engin, Emine Emel Yıldız (v.l.n.r.)

Höflichkeitsbesuch beim türkischen Generalkonsul

Im Namen des Gesamtvorstandes haben der DTG-Vorsitzende Baha Güngör, seine Stellvertreterin Dr. Meltem Göben und unsere Schatzmeisterin Emine Emel Yıldız am Freitag dem türkischen Generalkonsul in Köln, Hüseyin Emre Engin, einen Höflichkeitsbesuch abgestattet.
 

Während des rund einstündigen intensiven Meinungsaustausches standen die Möglichkeiten weiterer kultureller Veranstaltungen zur Förderung der Vernetzung junger Menschen aus beiden Ländern im Vordergrund.

 

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Mrz 30 2017

Freundschaftskonzert

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Panoramabild Freundschaftskonzert Saygın Lisesi in Koeln

Weit über 100 Künstlerinnen und Künstler füllten die Konzertbühne

Konzert der Freundschaft
Im Rahmen des einwöchigen Partnerschaftsbesuchs des Işılay Saygın-Gymnasiums der Schönen Künste aus Izmir fand am 24.03.2017 das vielumjubelte Abschlusskonzert in Köln statt. Das Orchester der Partnerschule Aloisiuskolleg in Bad Godesberg sowie die Sängerinnen und Sänger aus der Türkei hatten Gesangs- und Musikstücke einstudiert, die sie dem Publikum auf einem sehr hohen Niveau darboten.

 

Den ersten Teil des Programms bildete eine Auswahl aus a cappella–Stücken des türkischen Chors unter der Leitung von Ilhan Akyunak und Fatih Köseoğlu. Im zweiten Teil wurden gemeinsam mit dem Orchester des Aloisiuskollegs der 42. Psalm von Mendelssohn sowie Auszüge aus dem „Nazım-Oratorium“ von Fazıl Say aufgeführt. Beide Werke sind für Musiker eine echte Herausforderung, welche die über 120 jungen Künstlerinnen und Künstler mit Bravour gemeistert haben.
Paul Schendzielorz vom Aloisiuskolleg und erneut Ilhan Akyunak leiteten die Orchesterstücke, Aslı Giray Akyunak begleitete am Klavier.

Bild Saygin Lisesi Konzert Solistin

Burcu Zeybek – Sopran-Solistin

Die Besucher in der „Aula 3“ der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln – darunter der türkische Generalkonsul Herr Hüseyin Emre Engin – zeigten sich von der Aufführung begeistert. Es war aber nicht nur die musikalische Qualität und Perfektion, mit der die jungen Leute die Stücke innerhalb von nur wenigen Tagen einstudiert hatten.

 

In diesen aus politischer und gesellschaftlicher Sicht unruhigen Zeiten erwies sich die Wahl der Chorstücke und des Oratoriums zu Ehren des großen türkischen Humanisten Nâzım Hikmet als Volltreffer und Brückenbauer. Was gibt es Versöhnlicheres und Friedensstiftenderes als junge Menschen, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammend über sprachliche Barrieren hinweg Noten sprechen lassen?

Bild Saygin Lisesi Konzert Orchester

Das Aloisiuskolleg-Orchester – ein professioneller Auftritt

Das Freundschaftskonzert hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und auch wir als Vertreter der DTG Bonn hoffen, dass diese türkisch-deutsche Schulpartnerschaft noch lange erhalten bleibt.

 

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Mrz 15 2017

Mit Musik Grenzen überwinden!

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MIT MUSIK ÜBER DIE GRENZEN
Seit 2014 pflegt das Orchester am Aloisiuskolleg in Bad Godesberg eine Partnerschaft mit dem Chor des Işılay Saygın Anadolu Güzel Sanatlar Lisesi, einem Musik- und Kunstgymnasium in Izmir. Auf eine erste Projektwoche dort – mit gemeinsamem Auftritt im großen Konzertsaal – folgte 2015 der Gegenbesuch in Bonn mit Konzerten und Veranstaltungen.

 

Leider mussten im vergangenen Sommer die fertig geplanten und vorbereiteten Projektwochen hier wie dort wegen der politischen Turbulenzen kurzfristig ausfallen.

Nun wird der Besuch der türkischen Musiker in Bonn und Köln in der Zeit vom 17. bis 24. März 2017 nachgeholt: Die beiderseits vorbereiteten Werke werden gemeinsam geprobt und aufgeführt.

Trotz oder gerade wegen der zunehmenden politischen Spannungen und Verwerfungen wollen wir dieses Engagement der beiden Schulen unterstützen, damit die jungen Sängerinnen und Sänger hier auftreten können, um türkische und abendländische Kunstmusik zusammen zu gestalten und kulturelle Vielfalt zu demonstrieren.

 

Aufgeführt werden a cappella–Stücke durch den türkischen Chor und gemeinsam der 42. Psalm von Mendelssohn sowie Auszüge aus dem Nazım-Oratorium von Fazıl Say. Die Gesamtdauer der Aufführung beträgt ca. 90 Minuten. Zweimal soll dieses Programm mit 120 Musikern aufgeführt werden:

Am 23. März um 20:00 Uhr
in der Kirche des Aloisiuskollegs,
Elisabethstraße 18, 53177 Bonn

sowie am 24. März um 20:00 Uhr
in Aula 3 der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln
Gronewaldstraße 2, 50931 Köln

Zudem findet
am 21. März 2017 um 20.00 Uhr
in den Räumlichkeiten der Deutschen Welle, Bonn
eine Podiumsdiskussion zum Thema Kulturaustausch mit der Türkei mit Herrn Baha Güngör, Vorsitzender der DTG Bonn, Frau van Dinther, Chorverband NRW mit vielen türkischen Chören, Herrn Betin Güneş, türkischer Komponist, Frau Tuba Tuncak, WDR-Kulturaustausch sowie Herrn Tobias Zimmermann von der Jugendbrücke statt. Angefragt wurde ebenso Frau Professor Nike Wagner, Intendantin des Bonner Beethovenfestes.

Weiterhin haben Sie die Möglichkeit,

am 20. März 2017 um 20.00 Uhr
in der Stella Rheni des Aloisiuskollegs,
Elisabethstraße 18, 53177 Bonn
die Solistinnen und Solisten der Yaşar Universität zu Izmir, die den türkischen Chor professionell unterstützen, in einem ausgezeichneten Voice Recital zu bewundern.

Zu den Veranstaltungen sind Sie sehr herzlich eingeladen.

Tipp: Ein ausführliches Programm der Musikveranstaltungen im Aloisius-Kolleg 2017 können Sie hier herunterladen (ca. 3 MB).

 

Dringend werden noch Unterkünfte für die jungen Musikerinnen und Musiker gesucht!

Leider stehen noch nicht für alle der 62 Gäste Unterkünfte in Familien zur Verfügung. Vielleicht können die Mitglieder der DTG das Projekt unterstützen und Unterkünfte zur Verfügung stellen? Der Aufenthalt in Bonn ist für die Zeit vom 17. bis zum 24. März 2017 geplant. Vom Gastgeber wird Unterkunft und Frühstück erbeten; an den ersten drei Abenden (Sa./So./Mo., 18./19./20. März) kommt ein Abendessen in den Familien dazu.

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Mrz 07 2017

Die DTG trauert um Eva-Brigitte Sonnenhol

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Zum Tode von Eva-Brigitte Sonnenhol

Die Deutsch-Türkische Gesellschaft e. V. Bonn (DTG) trauert um ihr Ehrenmitglied Frau Eva-Brigitte Sonnenhol. Sie starb am 31. Januar 2017 im Alter von 92 Jahren.
Sie war die Ehefrau des Diplomaten Dr. Gustav Adolf Sonnenhol, der 1971 bis 1977 die Bundesrepublik Deutschland als Botschafter in der Türkei vertreten hat. Seit dieser Zeit war Frau Sonnenhol an allen Facetten der historischen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Türkei intensiv interessiert. Dieses Engagement übertrug sie auch auf die Deutsch-Türkische Gesellschaft, der sie sich seit der Rückkehr des Ehepaares Sonnenhol nach Bonn als treues Mitglied eng verbunden fühlte.
Sie versäumte kaum eine unserer Veranstaltungen und beteiligte sich oft an den anschließenden Diskussionen und Gesprächen. Als sie darauf in den letzten zwei Jahren alters- und krankheitsbedingt verzichten musste, ließ sie sich dennoch über deren Inhalte wie überhaupt über den Fortbestand unserer Gesellschaft detailliert informieren. Im Jahre 2010 ernannte die Deutsch-Türkische Gesellschaft Frau Sonnenhol zu ihrem Ehrenmitglied.

 

Die Deutsch-Türkische Gesellschaft wird Frau Eva-Brigitte Sonnenhol ein ehrendes Gedenken bewahren. Ihrer Familie gelten unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme.

 

Die Trauerfeier findet statt am Freitag, dem 17. März 2017, um 14.00 Uhr in der Friedhofskapelle auf dem Waldfriedhof Königswinter-Oberdollendorf, Heisterbacher Straße.

 

Der Vorstand der Deutsch-Türkischen Gesellschaft e.V. Bonn.

 

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Feb 02 2017

Die DTG hat einen neuen Vorstand

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Bild neuer DTG-Vorstand Januar 2017

Der neu gewählte Vorstand und zwei ehemalige Vorsitzende: Emine Emel Yıldız, Oberst a.D. Heinrich Quaden, Baha Güngör, Dr. Meltem Göben, Rosemarie Kuper sowie der Ehrenvorsitzende Botschafter a.D. Dr. Eickhoff und der bisherige Vorsitzende Atilla Türk (v.l.)

Amtsübergabe im Vorstand

Am 30.01.2017 fand turnusgemäß die Mitgliederversammlung der Deutsch-Türkischen Gesellschaft e.V. Bonn statt. Wir hatten unsere Mitglieder in das „Haus an der Redoute“ in Bonn-Bad Godesberg eingeladen. Tagesordnungspunkte waren die anstehende Wahl des neuen Vorstands, Bericht zur Kassensituation sowie ein Rückblick und Ausblick über unsere Aktivitäten.

Nach zwei Jahren konnte der Vorstand unter Führung des Vorsitzenden Atilla Türk eine positive Bilanz präsentieren. Mehr Mitglieder und stabile Finanzverhältnisse sind eine gute Basis, auf dem die Zukunft durch den neu gewählten Vorstand gestaltet werden kann.

 

Als Nachfolger für den Vorstandsvorsitzenden Atilla Türk, der aus Zeitmangel nicht erneut kandidierte, wurde der ehemalige Leiter der Türkisch-Redaktion der Deutschen Welle (DW) Herr Baha Güngör gewählt. Herr Güngör ist ein erfahrener Journalist und ausgewiesener Türkei-Experte mit hoher Medienpräsenz, der auch seit vielen Jahren Mitglied der DTG ist. Daher fiel die Amtsübergabe des Vorsitzenden entsprechend freudig aus.
Für den Stellvertretenden Vorsitz konnte eine ebenfalls sehr kompetente Persönlichkeit gewonnen werden: Frau Dr. Meltem Göben. Dr. Göben begleitete im Auftrag des DAAD das Projekt zur Gründung der Deutsch-Türkischen Universität in der Türkei mit z.Zt. über 900 Studierenden.

 

Die weiteren Vorstandsämter werden bekleidet von erfahrenen Amtsträgern wie Botschafter und Staatsrat a.D. Herr Volker Schlegel, Frau Rosemarie Kuper, Frau Emine Emel Yıldız (die als Schatzmeisterin bestätigt wurde) und als ein weiterer Neuzugang Oberst a.D. Herr Heinrich Quaden, ehem. Leiter des Militärattacheestabes an der Deutschen Botschaft in Ankara.

 

Wir gratulieren den gewählten Vorstandsmitgliedern sehr herzlich zu Ihren Ämtern und wünschen bei ihren, in diesen für das deutsch-türkische Verhältnis sicher nicht einfachen Aufgaben viel Freude und Erfolg!

 

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